Notstand bei den MTRA-Berufen

Landesvertretung Berlin, Brandenburg & Mecklenburg-Vorpommern

Burn-Out Krise in der Radiologie

Die von Philips initiierten Studie „Radiology staff in focus“ stellt fest, dass die Burnout-Rate von Medizinisch-technischen Radiologieassistent*innen (MTRA) mit 97% die traurige Spitzenposition gegenüber den USA, Frankreich und dem Vereinigten Königreich einnimmt.

Der Druck steigt

Die Überlastung ist die Folge des Fachkräftemangels, des sinkenden Budgets der Krankenhäuser und der steigenden Nachfrage nach radiologischer Bildgebung.

Auf die hohe Arbeitsverdichtung und immer schnellere Taktung der Arbeit reagieren die Arbeitgeber – meist aus Sparzwängen – indem weniger MTRA ein Mehr an Arbeit leisten müssen, was dann in der Regel zum Burnout führt.

Der Notstand für MTRA ist auszurufen.

Die Politik muss reagieren

Neben dem eklatanten Nachwuchsmangel in den MTA-Berufen, auf den Politik und  Arbeitgeber, trotz DKI-Gutachten (Blum, 2019) und starker Öffentlichkeitsarbeit des DVTA, nicht reagieren, besteht nun auch noch das akute Problem, belegt durch die Philipps Studie 2019, dass die erwerbstätigen MTRA bis zum Rande der Erschöpfung ausgenutzt werden.

Arbeitgeber und Politik sind hier aufgefordert, Abhilfe zu schaffen, indem für das notwendige Personal und den Gesundheitsschutz der MT(R)A – Berufe (das Problem betrifft alle MTA-Berufe) Sorge getragen wird, z.B. durch eine angemessen Personalbemessung und die Überwachung der Einhaltung der geltenden Arbeitsschutzgesetze.

Für die Nachwuchsgewinnung ist es dringend notwendig, dass das MTAG und die MTA-APrV novelliert werden, um den MTA-Beruf wie die Ausbildung attraktiver zu machen.

Zu Letzterem gehört auch eine bundeseinheitliche Ausbildungsvergütung und die im Koalitionsvertrag zugesagte Abschaffung des Schulgelds.
Es ist höchste Zeit zum Handeln.

 

Komplette Stellungnahme des DVTA

Mehr Zum Thema auch im MTA-Dialog

Studie zum Download – Radiology staff in focus

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