DVTA Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern https://www.dvta-berlin.de Landesvertretung Berlin, Brandenburg & Mecklenburg-Vorpommern Tue, 05 May 2020 17:14:34 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.4.2 https://www.dvta-berlin.de/wp-content/uploads/2019/04/cropped-Logo-32x32.png DVTA Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern https://www.dvta-berlin.de 32 32 162383907 Studie zur Belastung während der COVID-Krise https://www.dvta-berlin.de/umfrage-zur-belastung-wahrend-der-covid-pandemie https://www.dvta-berlin.de/umfrage-zur-belastung-wahrend-der-covid-pandemie#respond Fri, 01 May 2020 10:00:00 +0000 https://www.dvta-berlin.de/?p=1415

Umfrage der Universitäten Ulm, Bonn und Erlangen

Studie zur Belastung während der COVID-19-Pandemie

Die Universitäten Ulm, Bonn und erlangen erforschen die psychischen Belastungen während der COVID-19-Pandemie und haben dazu eine Online-Umfrage erstellt.

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Konsequenzen in Potsdam https://www.dvta-berlin.de/konsequenzen-in-potsdam https://www.dvta-berlin.de/konsequenzen-in-potsdam#respond Tue, 28 Apr 2020 19:30:00 +0000 https://www.dvta-berlin.de/?p=1409
Ernst von Bergmann Klinikum Potsdam

Konsequenzen in Potsdam

Das Klinkum Ernst von Bergmann in Potsdam ist in den letzten Wochen in den Schlagzeilen gelandet, weil es zu vermehrten COVID-Infektionen im Krankenhaus kam.

Daraufhin wurden alle stationären Patienten des Klinikums getestet und die Zahl der positiv Getesteten stieg weiter an.

Die Klinikleitung hat daraufhin die Corona-Infizierten isoliert und einen Aufnahmestopp veranlasst.

Inzwischen wurden auch personelle Konsequenzen gezogen. Die bisherige Geschäftsführung des Klinikums wurde vom Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Mike Schubert, beurlaubt. Die Interimsführung übernahmen Hans-Ulrich Schmidt und Tim Steckel.

„Unser Ziel ist es, das Klinikum Ernst von Bergmann so schnell wie möglich wieder vollumfänglich als Gesundheitshaus einzurichten. Bis Anfang Mai soll ein konkreter Plan vorliegen, wann und wie die normale medizinische Arbeit im Klinikum, das als Schwerpunktversoger für 500.000 Menschen in der Region dient, wieder vollumfänglich fortgeführt werden kann. Dieses Konzept werden wir eng mit dem Gesundheitsministerium abstimmen“
Mike Schubert
Oberbürgermeister
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Brief an die Berliner Politik https://www.dvta-berlin.de/brief-an-berliner-politik https://www.dvta-berlin.de/brief-an-berliner-politik#respond Mon, 27 Apr 2020 07:00:00 +0000 https://www.dvta-berlin.de/?p=1343

Mehr Wertschätzung für MTAs

Brief an die Berliner Politik

Die DVTA Landesvertretung Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern hat einen Brief an die Berliner Landesregierung und die Politiker Berlins versendet, indem wir mehr Beachtung und Wertschätzung der Arbeit der Medizinisch-Technischen Assistenten fordern.

Wertschätzung der Arbeit der MTAs während der Corona-Pandemie

Die Medizinisch-technischen Assistenten leisten während der Pandemie einen wesentlichen und maßgeblichen Teil bei der Diagnostik und Behandlung von COVID-19-Patienten.

Wir haben die zahlreichen Politiker des Berliner Abgeordnetenhauses, die Berliner Senatoren und nicht zuletzt den Regierenden Bürgermeister persönlich angeschrieben und aufgefordert, sich für die MTAs einzusetzen, Sie zu erwähnen und bei politischen Entscheidungen einzubeziehen.

Ohne MTA keine Diagnostik, ohne Diagnostik keine Therapie!
[contact-form]
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Stellungnahmen der Fachgesellschaften https://www.dvta-berlin.de/stellungnahmen-der-fachgesellschaften https://www.dvta-berlin.de/stellungnahmen-der-fachgesellschaften#respond Sun, 29 Mar 2020 01:39:20 +0000 https://www.dvta-berlin.de/?p=1322 ]]> https://www.dvta-berlin.de/stellungnahmen-der-fachgesellschaften/feed 0 1322 Freiwillige Unterstützung von MTAs während der Pandemie https://www.dvta-berlin.de/freiwillige-unterstuetzung-von-mtas-waehrend-der-pandemie https://www.dvta-berlin.de/freiwillige-unterstuetzung-von-mtas-waehrend-der-pandemie#respond Sun, 29 Mar 2020 01:04:41 +0000 https://www.dvta-berlin.de/?p=1308

Freiwilligenportale für medizinisches Personal

Die Zahl der an COVID-19 Erkrankten in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern steigen rasant. 

Um dem erhöhten Bedarf an Fachkräften beizukommen, haben die verschiedenen Bundesländer Freiwilligenportale online geschalten.

Eure Hilfe ist gefragt im Kampf gegen das Virus und die Pandemie.

Appell der Berliner Krankenhäuser (RBB-Mediathek) 

Ohne MTA keine Diagnostik - ohne Diagnostik keine Therapie!

Portal der Berliner Krankenhäuser

Charité Berlin

Berliner MTRAs die in in der Nähe der verschiedenen Standorte der Charité leben, können sich zentral unter mtra@charite.de melden.

Helferplattform Team-Brandenburg

Zentrale Online-Plattform, über die sich Menschen (ab 18  Jahre) in ganz Brandenburg als ungebundene Helfer registrieren können. (Nicht nur für MTAs)
 

Plattform der Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg

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Strahlenschutz während der Corona-Pandemie https://www.dvta-berlin.de/strahlenschutz-wahrend-der-corona-pandemie https://www.dvta-berlin.de/strahlenschutz-wahrend-der-corona-pandemie#respond Sun, 29 Mar 2020 00:39:48 +0000 https://www.dvta-berlin.de/?p=1296

Strahlenschutz während der Corona-Pandemie

Die Rolle der radiologischen Bildgebung bei einem Verdacht auf die Viruserkrankung COVID-19 bekommt immer größeren Stellenwert in der diagnostischen Kette.

Neben dem persönlichen Schutz vor einer Infektion und der richtigen Desinfektion von Gebrauchsgegenständen und Flächen, darf aber der Schutz des Patienten vor ionisierenden Strahlen nicht vernachlässigt werden.

Mitteilungen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Das BMU bittet alle Verantwortlichen und Anwender die Vor- und Maßgaben des Strahlenschutzes, auch während der Krise und eventuell entstehenden Personalmangels zu wahren.

Die Beurteilungs- und Ermessensspielräume, die das Strahlenschutzgesetz und die Strahlenschutzverordnung bieten, sollen “sachgerecht im Rahmen des Vollzugs” genutzt werden. 

Auch im Bereich der Strahlentherapie empfiehlt das BMU die Verhältnismäßigkeit der Therapie-Fortsetzung zu prüfen.

Wenn gesetzliche und untergesetzliche Vorgaben angesichts der Lage nicht eingehalten werden können, sollte dieses Vorgehen an die zuständigen Stellen kommuniziert werden. Die Verfolgung von Verstößen während der Krise und der daraus folgenden Ordnungswidrigkeiten werden nicht geahndet.

 

Das BMU hat, auf Grund des zu befürchtenden Mangel an Ärzten (da Diese ggf. anderes eingesetzt werden könnten) die Regelungen der Fachkundeanforderungen etwas gelockert.

Wer einen erfolgreichen Abschluss eines Grundkurses im Strahlenschutz und ca. die Hälfte der für das jeweilige Anwendungsgebiet erforderlichen Sachkundezeiten absolviert hat, darf die rechtfertigende Indikation für Röntgenuntersuchungen stellen.

Hier gehts zur Mitteilung des BMU zumUmgang mit strahlenschutzrechtlichen Vorgaben in der Corona-Krise

Der §77 der Strahlenschutzverordnung regelt die Überwachung von beruflichen strahlenexponierten Personal.

Gemäß Absatz 2 hat der Strahlenschutzverantwortliche dafür zu sorgen, dass eine beruflich exponierte Person nach Kategorie A die ihr obliegenden Aufgaben nur fortsetzt, wenn sie innerhalb eines Jahres nach der letzten Untersuchung erneut von einem ermächtigten Arzt untersucht wurde und gegen die weitere Aufgabenwahrnehmung keine gesundheitlichen Bedenken bestehen. 

Das BMU hat angesichts der Lage entschieden, dass eine Überschreitung der 12-Monats-Frist geduldet wird. Die betroffene Person ist dazu Verpflichtet die Fristüberschreitung zu melden und seine Zustimmung zu geben, auch ohne Untersuchung oder Beurteilung, weiter seinen Pflichten nachzukommen. Die Untersuchung soll sobald möglich nachgeholt werden.

 

Hier gehts zur Mitteilung des BMU zum Vollzug des § 77 Absatz 2 StrlSchV

Regelungen für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern

Prüf- und Wartungsarbeiten sowie Konstanzprüfungen

Im Zeitraum 1. März bis 30. Juni 2020 ablaufende Fristen zur Durchführung von Prüf- und Wartungsarbeiten sowie Konstanzprüfungen (gemäß § 88 Abs. 1, § 89 Abs.1 oder § 116 Abs. 1 StrlSchV) durch externe Dienstleister gelten als eingehalten, wenn die Prüfung danach zum nächstmöglichen Termin erfolgt.

Diese besondere Situation entbindet den SSV nicht von seiner Pflicht, bei Anlagen nach § 115 Abs. 1 StrlSchV die für die Anwendung am Menschen erforderliche Qualität gemäß § 14 Abs. 1 Nr. 5 StrlSchG zu gewährleisten. Dies gilt unabhängig von einer eventuellen Verschiebung der Prüf- und Wartungsarbeiten sowie Konstanzprüfungen auf den nächstmöglichen Termin.

Eine Verschiebung ist nur bei triftigen Gründen in Folge von Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie akzeptabel. Die situationsbedingte Verschiebung ist zu begründen, zu dokumentieren, aufzubewahren und sowohl dem LAGetSi als zuständiger Aufsichtsbehörde als auch der ärztlichen oder zahnärztlichen Stelle auf Verlangen vorzulegen.

Die Prüfung muss nach Ablauf des o.g. Zeitraums unverzüglich durchgeführt werden.

Wiederkehrende Prüfungen von Röntgeneinrichtungen

Im Zeitraum 1. März bis 30. Juni 2020 ablaufende Fristen zur Durchführung der wiederkehrenden Prüfung an Röntgeneinrichtungen gemäß § 88 Abs. 4 Nr. 1 StrlSchV gelten als eingehalten, wenn die Prüfung zum nächstmöglichen Termin erfolgt.
Eine Verschiebung ist nur bei triftigen Gründen in Folge von Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie akzeptabel. Die situationsbedingte Verschiebung der Prüfung ist zu begründen, zu dokumentieren und dem LAGetSi als zuständiger Aufsichtsbehörde auf Verlangen vorzulegen.
Der bestimmte Sachverständige muss nach Ablauf des o.g. Zeitraums unverzüglich beauftragt werden bzw. neue Termine aufgrund bestehender Aufträge sind unverzüglich zu vereinbaren.

Wiederkehrende Prüfungen von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung, Bestrahlungsvorrichtungen und Geräten für die Gammaradiographie

Angesichts der vielfältigen Ausnahmemöglichkeiten aufgrund § 88 Abs. 2 und 3 StrlSchV, die i.d.R. schon in den Genehmigungsbescheiden oder in separaten Ausnahmebescheiden festgelegt sind, kommt für diese Fallgruppe keine pauschale Duldungsregelung in Frage. Hier werden auf Antrag vom LAGetSi risikobasierte Einzelfallentscheidungen getroffen.

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Abteilung II – Integrativer Umweltschutz Oberste Strahlenschutzbehörde des Landes Berlin

Ausnahme: Medizinische Anlagen nach § 88 Abs. 1, mit denen ionisierende Strahlung am Menschen angewandt wird (i.W. Beschleuniger und Afterloading-Anlagen mit HRQ) dürfen nur eingesetzt werden, wenn sie fristgerecht geprüft wurden.

Derzeit noch keine Sonderregelungen

Derzeit noch keine Sonderregelungen

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CT-Diagnostik von COVID-19 https://www.dvta-berlin.de/ct-diagnostik-von-covid19 https://www.dvta-berlin.de/ct-diagnostik-von-covid19#respond Thu, 26 Mar 2020 01:01:33 +0000 https://www.dvta-berlin.de/?p=1269 Weiterlesen]]>

Radiologische Diagnostik von COVID-19

Das neuartige Coronavirus breitet sich rasant aus und immer mehr Patienten erkranken an COVID-19.

Ein schneller und sicherer Nachweis des Virus und der Erkrankung sind dabei wichtiger Bestandteil um weitere Infektionsketten zu vermeiden.

Neben dem labortechnischen Nachweis mittels PCR-Test, bekommt auch die röntgenlogische Bildgebung einen immer höheren Stellenwert.

Klinische Aspekte

Die ersten Fälle der Virus-Erkrankung wurden über das Surveillance-System für Pneumonien unbekannter Ätiologie beobachtet. [3]

Die initialen Symptome der Patienten zeigten vor allem grippeähnliche Symptome mit Fieber, Husten Kurzatmigkeit, Muskelschmerzen und Verwirrtest. 90% der Patienten hatten dabei mehr als ein Symptom. [3]

  • Erstes Auftreten einer akuten und schweren Erkrankung der unteren Atemwege im Dezember 2019 in der chinesischen Region Wuhan [1]
  • Bis zum 3.Januar 2020 wurden 44 Patienten mit einer unklaren Pneumonie identifiziert [3] 
  • im Atemwegsepithel der Patienten wurde am 7.Januar dann ein neuartiges Coronavirus nachgewiesen welches vorerst als 2019-nCoV bezeichnet wurde [2,3]
  • Der Virus verbreitete sich höchstwahrscheinlich von einem Wochenmarkt in der chinesischen Stadt Wuhan aus [3]
  • Der erste exportierte Fall in Deutschland wurde Ende Januar in der Nähe von München nachgewiesen [3]
  • Am 23.02.2020 wurde der Erreger in 29 Ländern nachgewiesen, mit 78.811 bestätigten Fällen, wovon 1.796 außerhalb von China gemeldet wurden [3]
  • Am 25.03.2020 wurde der Erreger in 173 Ländern nachgewiesen, mit 467.594 bestätigten Fällen, 21.181 Todesfällen und 113.770 Patienten die genesen sind [6]
  • Nach heutigem Wissensstand gibt es 7 Corona-Viren mit denen sich Menschen infizieren können. Zu den bekanntesten gehören SARS-CoV (schweres akutes Atemwegssyndrom) und MERS-CoV (Nahost-Atemwegssyndrom). Beide sind tierischen Ursprungs. [2,4,5]
  • Der Übertragungsweg von Tier zu Mensch ist derzeit noch nicht restlos geklärt
  • Das natürliche Reservoir sind wahrscheinlich Fledermäuse. [2,3]
  • Der Zwischenwirt war bei SARS-CoV-2 eventuell ein Schuppentier, welches auf dem Wochenmarkt in Wuhan verzehrt wurde [2,3]
  • Das Genom von SARS-CoV-2 zeigt eine ähnliche Homologie zu anderen SARS-ähnlichen Viren [3]
  • Es zeigt eine größere Homologie zu SARS-CoV mit 79% als zu MERS-CoV mit 50% [3]

Radiologische Bildgebung

  • Low-Dose-CT des Thorax [7]
  • Röntgen Thorax [7]

Die Daten- und Studienlage zu Röntgen-Thorax-Aufnahmen ist sehr gering.

Eine Kohortenstudie mit 41 Infizierten zeigte allerdings (mit einer Ausnahme) Anzeichen pneumotischer Infiltrate in beiden Lungenflügeln. [2,8,9,10] 

Im Thorax CT zeigen sich vor allem beidseitsbetonte Anzeichen einer Lungenentzündung mit Milchglasphänomenen [7] (Lungenareale mit erhöhter Dichte, Lungengerüst und -Gefäßzeichnung sind allerdings noch erkennbar) [11]

Insgesamt ist auch hier die Datenlage noch gering, aber bisherige Studien haben folgende Ergebnisse gebracht: [2,7,10]

    • Ground-glass opacity: 86%

    • Consolidation: 29%

    • Crazy-paving: 19%

    • Linear: 14%

    • Cavitation: 0%

    • Discrete nodules: 0%

    • Pleural effusion: 0%

    • Lymphadenopathy: 0%

    • Bilateral distribution: 76%

    • Peripheral distribution: 33%

Representative chest radiographic (A) and CT images (B, C) of COVID-19 pneumonia manifesting as confluent mixed ground-glass opacities and consolidation on CT. A. Anteroposterior chest radiograph shows multifocal patchy peripheral consolidations in bilateral lungs, except for left upper lung zone. B, C. Coronal and axial chest CT images show confluent mixed ground-glass opacities and consolidative lesions in peripheral bilateral lungs. Discrete patchy consolidation (arrowheads) is noted in left upper lobe. On axial CT image (C), confluent lesions are mainly distributed in peripheral lung along bronchovascular bundles. Most of lesions spare juxtapleural area, and minor proportion of lesions touch pleura. Lesions contain multiple air-bronchograms, and air-bronchogram in superior segment of right lower lobe is distorted (arrows). COVID-19 = Coronavirus disease 2019, CT = computed tomography Korean J Radiol. 2020 Apr;21(4):494-500. https://doi.org/10.3348/kjr.2020.0132 Copyright © 2020 The Korean Society of Radiology
Representative chest radiographic (A) and CT images (B, C) of COVID-19 pneumonia manifesting as confluent pure ground-glass opacities on CT. A. Baseline anteroposterior chest radiograph shows patchy ground-glass opacities in right upper and lower lung zones and patchy consolidation in left middle to lower lung zones. Several calcified granulomas are incidentally noted in left upper lung zone. B, C. Baseline axial and coronal chest CT images show confluent pure ground-glass opacities involving both lungs. Most of confluent and patchy ground-glass opacities about pleura and fissure in peripheral lung. A few calcified granulomas are incidentally noted in left upper lobe. Korean J Radiol. 2020 Apr;21(4):494-500. https://doi.org/10.3348/kjr.2020.0132 Copyright © 2020 The Korean Society of Radiology
Representative CT images (A, B) of COVID-19 pneumonia manifesting as radiograph-negative multiple patchy to nodular mixed ground-glass opacities and consolidations. A. Axial chest CT image shows ill-defined mixed ground-glass opacities and consolidative lesions with patchy and elongated shape (arrows) touching pleura in superior segment of right lower lobe. B. Axial chest CT image shows ill-defined part-solid nodules (arrows; mixed ground-glass opacities and solid nodules) along bronchovascular bundles in posterior segment of right upper lobe. Korean J Radiol. 2020 Apr;21(4):494-500. https://doi.org/10.3348/kjr.2020.0132 Copyright © 2020 The Korean Society of Radiology

Quellen

[1] Report of clustering pneumonia of unknown etiology in Wuhan City. Wuhan, China: Wuhan Municipal Health Commission, 2019. PubMed Google Scholar

[2] Zhu N, Zhang D, Wang W et al. A Novel Coronavirus from Patients with Pneumonia in China, 2019. N Engl J Med doi: 10.1056/NEJMoa2001017. Published online January 25, 2020. PubMed Google Scholar

[3] DMW – Deutsche Medizinische Wochenschrift 2020; 145(05): 336 – 337 

[4] Su S, Wong G, Shi W et al. Epidemiology, Genetic Recombination, and Pathogenesis of Coronaviruses. Trends Microbiol 2016;24(6):490–502. PubMed Google Scholar

[5] Cui J, Li F, Shi ZL. Origin and evolution of pathogenic coronaviruses. Nat Rev Microbiol 2019;17(3):181–92. PubMed Google Scholar

[6] https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6  (Stand 25.03.2020 23:00Uhr)

[7] Chest CT Findings in 2019 Novel Coronavirus (2019-nCoV) Infections from Wuhan, China: Key Points for the Radiologist (https://doi.org/10.1148/radiol.2020200241)

[8] Chan JF, Yuan S, Kok KH et al. A familial cluster of pneumonia associated with the 2019 novel coronavirus indicating person-to-person transmission: a study of a family cluster. Lancet doi: 10.1016/s0140-6736(20)30154-9. Published online January 28, 2020. PubMed Google Scholar

[9] Lei J, Li J, Xiaolong Q. CT Imaging of the 2019 Novel Coronavirus (2019-nCoV) Pneumonia. Radiology doi: https://doi.org/10.1148/radiol.2020200236. Published online January 31, 2020.

[10] Huang C, Wang Y, Li X et al. Clinical features of patients infected with 2019 novel coronavirus in Wuhan, China. Lancet doi: 10.1016/s0140-6736(20)30183-5. Published online January 28, 2020.PubMed Google Scholar

[11] Wormanns D. Lung parenchymal opacity. In: Wormanns D, ed. Diagnostic Imaging of the Chest. 1st Edition. Thieme; 2020. doi:10.1055/b-006-163712. https://medone.thieme.com/ebooks/cs_10670419#/ebook_cs_10670419_cs298

Bildquelle: Korean J Radiol. 2020 Apr;21(4):494-500. 

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https://www.dvta-berlin.de/ct-diagnostik-von-covid19/feed 0 1269
Hygieneempfehlungen bei COVID-19-Patienten https://www.dvta-berlin.de/hygieneempfehlungen-covid-19-patienten https://www.dvta-berlin.de/hygieneempfehlungen-covid-19-patienten#respond Fri, 20 Mar 2020 20:34:05 +0000 https://www.dvta-berlin.de/?p=1160 Weiterlesen]]>

Hygieneempfehlungen bei Infektionen mit SARS-CoV-2

Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2

Stand: 20.März 2020
Quelle: Robert-Koch-Institut

Die bisher vorliegenden Informationen zur Epidemiologie des SARS-CoV-2 zeigen, dass Übertragungen insbesondere bei engem (z.B. häuslichem oder medizinisch pflegerischem) ungeschütztem Kontakt zwischen Menschen vorkommen. Nach derzeitigem Kenntnisstand erfolgt die Übertragung vor allem über respiratorische Sekrete, in erster Linie Tröpfchen, etwa beim Husten und Niesen, sowie bei bestimmten medizinischen Maßnahmen, die mit Aerosolbildung einhergehen (z.B. der Bronchoskopie). Eine indirekte Übertragung, z.B. über Hände oder kontaminierte Oberflächen im klinischen Umfeld ist ebenfalls zu bedenken. Aus den bisher bekannten Daten und Erfahrungen mit anderen Coronaviren leiten sich Hygienemaßnahmen in Anlehnung an das Vorgehen bei SARS und MERS ab, wie sie auch in der KRINKO-Empfehlung „Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten“ dargestellt sind. Die bisher für SARS-CoV-2/ COVID-19 bekannten Daten zur Virusätiologie und den Übertragungswegen legen allerdings in der frühen Phase der Infektion eine ausgeprägtere Beteiligung des oberen Respirationstraktes nahe. Ziel ist es, die Ausbreitung in Einrichtungen des Gesundheitswesens möglichst zu vermeiden.

Die konkrete Umsetzung dieser Empfehlungen soll unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten unter Einbeziehung des Hygienefachpersonals, des betriebsärztlichen Dienstes und ggf. in Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt erfolgen.

Konsequente Umsetzung der Basishygiene einschließlich der Händehygiene in allen Bereichen des Gesundheitswesens.

  • Einzelunterbringung in einem Isolierzimmer mit eigener Nasszelle.
  • Die Nutzung eines Isolierzimmers mit Schleuse/Vorraum ist grundsätzlich zu bevorzugen.
  • Eine gemeinsame Isolierung mehrerer Patienten ist unter bestimmten Bedingungen möglich, siehe hierzu die KRINKO-Empfehlung „Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten
  • Risiken durch raumlufttechnische Anlagen, durch die eine Verbreitung des Erregers in Aerosolen auf andere Räume möglich ist, sind vor Ort zu bewerten und zu miniminieren.
  • Einsatz geschulten Personals für die Versorgung von COVID-19-Patienten welches möglichst von der Versorgung anderer Patienten freigestellt wird.
  • Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) bestehend aus Schutzkittel, Einweghandschuhen, dicht anliegender Atemschutzmaske(FFP2 bzw. FFP3 oder Respirator bei ausgeprägter Exposition gegenüber Aerosolen, z.B. bei Bronchoskopie oder anderen Tätigkeiten, bei denen Aerosole entstehen können) und Schutzbrille.
  • Die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung werden in der TRBA250 bzw. in der KRINKO-Empfehlung „Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten“ spezifiziert.
  • Persönliche Schutzausrüstung (s. oben) vor Betreten des Patientenzimmers anlegen, und vor Verlassen der Schleuse/des Zimmers dort belassen.
  • Händehygiene: Die bekannten Indikationen für die Händehygiene (Händedesinfektion bzw. in Handschuhwechsel) gemäß den 5 Momenten der Händehygiene beachten.
  • Händedesinfektion mit einem Desinfektionsmittel mit nachgewiesener, mindestens begrenzt viruzider Wirksamkeit nach Ausziehen der Handschuhe und vor Verlassen des Zimmers.
  • Einweghandschuhe bzw. -kittel vor Verlassen des Zimmers bzw. der Schleuse in einem geschlossenen Behältnis entsorgen (s. Richtlinie der LAGA).
  • Beobachtung des Gesundheitszustandes des eingesetzten Personals

Zur Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich “begrenzt viruzid” (wirksam gegen behüllte Viren) anzuwenden. Mittel mit erweitertem Wirkbereich gegen Viren wie “begrenzt viruzid PLUS” oder “viruzid” können ebenfalls verwendet werden. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

  • Tägliche Wischdesinfektion der patientennahen (Handkontakt-) Flächen (z.B. Nachttisch, Nassbereich, Türgriffe) mit einem Flächendesinfektionsmittel mit nachgewiesener, mindestens begrenzt viruzider Wirksamkeit (s. oben).
  • Bei Bedarf sind die Desinfektionsmaßnahmen auf weitere kontaminationsgefährdete bzw. kontaminierte Flächen auszudehnen.
  • Alle Medizinprodukte mit direktem Kontakt zum Patienten (z.B. EKG-Elektroden, Stethoskope, etc.) sind patientenbezogen zu verwenden und müssen nach Gebrauch desinfiziert werden. Bei Transport in einem geschlossenen, außen desinfizierten Behälter ist eine zentrale Aufbereitung möglich. Thermische Desinfektionsverfahren sollten wann immer möglich bevorzugt angewendet werden. Ist dies nicht möglich, sollen Desinfektionsmittel mit nachgewiesener, mindestens begrenzt viruzider Wirksamkeit (s. oben) verwendet werden. Siehe auch KRINKO-BfArM-Empfehlung „Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten“.
  • Geschirr kann in einem geschlossenen Behältnis zur Spülmaschine transportiert und wie im Krankenhaus üblich gereinigt werden.
  • Wäsche/Textilien können einem desinfizierenden Wäschedesinfektionsverfahren gemäß RKI-Liste zugeführt werden. Als Taschentücher sollen Einwegtücher Verwendung finden.
  • Für Betten und Matratzen werden wischdesinfizierbare Überzüge empfohlen.

Die Entsorgung von Abfällen, die mit Sekreten oder Exkreten kontaminiert sind, erfolgt nach folgenden Abfallschlüsseln (ASN):

  • Aus Haushalten immer Restabfall ASN 20 03 01
  • Aus Einrichtungen des Gesundheitswesens, die nur „in sporadischen Einzelfällen“ entsprechend infizierte/erkrankte Patienten behandeln, z.B. Hausarztpraxen, ASN 18 01 04; gemäß Richtlinie der LAGA Nr. 18
  • Aus Einrichtungen des Gesundheitswesens, die entsprechend infizierte/erkrankte Patienten „schwerpunktmäßig behandeln“, z.B. Isolierstationen der Krankenhäuser, ASN 18 01 03*; gemäß Richtlinie der LAGA Nr. 18

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Empfehlung liegen noch nicht ausreichende Daten über die Dauer der Erregerausscheidung bei nicht mehr symptomatischen Personen vor, um eine generelle abschließende Empfehlung zur Beendigung der Maßnahmen nach Abklingen der Symptomatik zu geben. In diesen Fällen sollte daher derzeit eine individuelle Entscheidung getroffen werden. Das RKI hat in Abstimmung mit der Arbeitsgruppe Infektionsschutz der AOLG mögliche Kriterien zur Aufhebung der Isolierung bzw. Entlassung erarbeitet.

  • Ist ein Transport im Krankenhaus unvermeidbar, soll der Zielbereich vorab informiert werden. Der Transport soll als Einzeltransport erfolgen, dabei trägt der Patient einen Mund-Nasen-Schutz sofern es der Gesundheitszustand des Patienten zulässt. Das Transportpersonal und das Personal der Funktionsabteilung tragen einen Schutzkittel, Atemschutzmaske (FFP2) und Einmalhandschuhe und je nach Exposition eine Schutzbrille. Der Kontakt zu anderen Patienten oder Besuchern ist zu vermeiden.
  • Unmittelbar nach den Maßnahmen in der Zieleinrichtung sind die Kontaktflächen und das Transportmittel vor erneuter Nutzung wie oben beschrieben zu desinfizieren (s. Desinfektion und Reinigung).
  • Vor Beginn des Transportes ist das aufnehmende Krankenhaus über die Einweisung des Patienten und über seine Verdachtsdiagnose / Erkrankung zu informieren.
  • Falls es der Gesundheitszustand des Patienten zulässt, sollte er mit einem Mund-Nasen-Schutz versorgt werden.
  • Zur persönlichen Schutzausrüstung des Personals siehe oben
  • Unmittelbar nach Transport ist eine Wischdesinfektion sämtlicher zugänglicher Flächen und Gegenstände mit einem Flächendesinfektionsmittel (s.Desinfektion und Reinigung) durchzuführen.
  • Soziale Kontakte sollten möglichst über Telekommunikation anstatt über persönliche Besuche erfolgen.
  • Besucheauf ein Minimum beschränken und zeitlich begrenzen.
  • Besucher sind zu den erforderlichen Schutzmaßnahmen zu unterweisen. Diese beinhalten:

    • das Einhalten von mindestens 1-2 m Abstand zum Patienten
    • das Tragen von Schutzkittel und dicht anliegendem, mehrlagigem Mund-Nasen-Schutz
    • die Händedesinfektion beim Verlassen des Patientenzimmers.

Fall unter differentialdiagnostischer Abklärung

Die präventiven Maßnahmen in der Praxis beruhen auf folgenden Prinzipien:

  1. Organisatorische Aspekte der Lenkung von Patienten mit respiratorischen Symptomen vor Besuch der Praxis bzw. innerhalb der Praxis (s. hierzu auch die Informationen der KBV)
  2. Distanzierung von Patienten bei entsprechendem Verdacht (Unterbringung in einem separatem Bereich; Einhalten eines Abstandes von 1-2 m wann immer möglich)
  3. Versorgung des Patienten mit einem MNS sofern es der Gesundheitszustand des Patienten zulässt.
  4. Personal: Tragen von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) je nach Art und Umfang der Exposition. Bei Maßnahmen, die eine Freisetzung von Tröpfchen bzw. Aerosolen produzieren ist ein adäquater Atemschutz (FFP2) erforderlich.
  5. Beobachtung des Gesundheitszustandes des Praxispersonals

Zur Diagnostik und weiterführenden Maßnahmen siehe Flussschema zur Verdachtsabklärung und Maßnahmen.

Beim Umgang mit an COVID-19 Verstorbenen sind zunächst die landesspezifischen gesetzlichen Regelungen zu beachten. Da COVID-19 eine meldepflichtige Erkrankungen ist, sind Leichname als infektiös zu bewerten. Die Exposition von Personal gegenüber kontagiösen Sekreten wie z.B. Speichel oder Sputum sollte entsprechend des Arbeitsschutzes vermieden werden. Hier kann das Vorgehen beim Umgang mit an Influenza Verstorbenen als Orientierung dienen.

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Hinweise zur Diagnostik von COVID-19 Patienten https://www.dvta-berlin.de/meldung-von-infektionskrankheiten https://www.dvta-berlin.de/meldung-von-infektionskrankheiten#respond Fri, 20 Mar 2020 19:33:12 +0000 https://www.dvta-berlin.de/?p=1128 Weiterlesen]]>

Hinweise zur Diagnostik von Patienten mit Verdacht auf COVID-19

Stand: 20.März 2020
Quelle: Robert-Koch-Institut

Bei Verdacht auf das Vorliegen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) sollten je nach klinischer Situation möglichst Proben parallel aus den oberen und den tiefen Atemwegen entnommen werden.

Obere Atemwege:

  • Nasopharynx-Abstrich oder -Spülung
  • Oropharynx-Abstrich

Tiefe Atemwege:

  • Bronchoalveoläre Lavage
  • Sputum (nach Anweisung produziert bzw. induziert; Arbeitsschutz beachten)
  • Trachealsekret

Bei Abstrichen ist zu beachten, dass für den Virusnachweis geeignete Tupfer verwendet werden (“Virustupfer” mit entsprechendem Transport-Medium oder notfalls trockene Tupfer mit kleiner Menge NaCl-Lösung; kein Agar-Tupfer). Für Hinweise zur korrekten Durchführung der Probennahme wird auf folgende WHO-Dokumente verwiesen:

sowie ggf. auf die Angaben des jeweiligen Labors.

Alle Proben sollten das Labor schnellstmöglich nach Entnahme erreichen. Erfolgt dies voraussichtlich innerhalb von 72 Stunden, kann die Probe bei 4°C gelagert und wenn möglich gekühlt versendet werden.

Klinische Proben von Verdachtsfällen zum Nachweis von SARS-CoV-2 sind als “Biologischer Stoff, Kategorie B” der UNNr. 3373 zuzuordnen und nach Maßgabe der Verpackungsanweisung P650 zu verpacken. Der Versand sollte wenn möglich gekühlt erfolgen (s. Probenentnahme).

Die Verpackung besteht aus 3 Komponenten, Primär- Sekundär- und Außenverpackung, die oft in folgender Ausfertigung kommerziell erhältlich ist:

  1. Primärverpackung = Probengefäß (z.B. Tupferröhrchen oder Monovette)
  2. Sekundärverpackung = Schutzgefäß (flüssigkeitsdicht verschraubtes Plastikröhrchen, darin saugfähiges Material)
  3. Außenverpackung = Kistenförmige Verpackung

Die verschlossenen Versandstücke sind als “Biologischer Stoff, Kategorie B” und “UN 3373” in Raute (Seitenlänge mind. 50 x 50 mm) zu kennzeichnen. Die Angabe der Telefonnummer einer verantwortlichen Person ist sinnvoll.

Der Versand sollte über einen Paketdienst bzw. den laboreigenen Kurierdienst nach Absprache mit dem untersuchenden Labor erfolgen.

Der ABAS (Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe) hat das SARS-CoV-2 in einer Stellungnahme vom 19.02.2020 vorläufig eingestuft und Empfehlungen zum Umgang mit Probenmaterial bei nicht-gezielten Tätigkeiten (Diagnostik) und gezielten Tätigkeiten mit SARS-CoV-2 gegeben.

Nicht gezielte Tätigkeiten können im Rahmen der Labordiagnostik von SARS-CoV-2, ausgehend vom Untersuchungsmaterial (etwa Probenvor- und –aufbereitung sowie die Inaktivierung zur Durchführung molekularbiologischer Techniken (PCR)) unter den Bedingungen der Schutzstufe 2 durchgeführt werden. Gezielte Tätigkeiten mit dem SARS-CoV-2 wie z.B. dessen Vermehrung sind bis auf weiteres nach §5 Biostoffverordnung in Laboratorien der Schutzstufe 3 durchzuführen.

Für eine labordiagnostische Abklärung des Verdachts auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 wurden PCR-Nachweissysteme u.a. auch vom Konsiliarlabor für Coronaviren (Charité Berlin) entwickelt und vorläufig validiert. Nähere Angaben sind über die Webseite der WHO zu Coronaviren verfügbar.

Proben zur Untersuchung können auch an das Konsiliarlabor für Coronavirenverschickt werden.

Eine Testung ist grundsätzlich bei symptomatischen Personen entsprechend der epidemiologischen Falldefinition sowie im Rahmen der differentialdiagnostischen Abklärung empfohlen, wenn ein klinischer Verdacht besteht aufgrund von Anamnese, Symptomen oder Befunden, die mit einer COVID-19-Erkrankung vereinbar sind und eine Diagnose für eine andere Erkrankung fehlt, die das Krankheitsbild ausreichend erklärt (s. hierzu auch das jeweils aktuelle Flussdiagramm des RKI sowie die Angaben der KBV zur Vergütung der Leistungen).

Ein negatives PCR-Ergebnis schließt die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht vollständig aus. Falsch-negative Ergebnisse können z.B. aufgrund schlechter Probenqualität, unsachgemäßem Transport oder ungünstigem Zeitpunkt (bezogen auf den Krankheitsverlauf) der Probenentnahme nicht ausgeschlossen werden. Wenn ein Patient mit begründetem Verdacht auf SARS-CoV-2-Infektion in der initialen PCR negativ getestet wird, sollte mit dem Labor eine erneute Probenentnahme und -untersuchung abgesprochen werden. Die alleinige Testung von Probenmaterial aus dem Oro- und Nasopharynx ist zum Ausschluss einer Infektion nicht geeignet. Je nach Phase der Erkrankung kann ggf. nur Material aus dem unteren Respirationstrakt oder Stuhl in der PCR positiv sein.

Die Proben sollten bei entsprechendem klinischen Anhalt differentialdiagnostisch auch auf andere in Frage kommende respiratorische Erreger untersucht werden.

Die vom Patienten gewonnenen Proben sollten asserviert werden, um im Zweifelsfall weitere Untersuchungen zu ermöglichen.

Inzwischen stehen auch kommerziell erhältliche Testsysteme zur Verfügung.

Erste Teste zum Antikörpernachweise sind beschrieben. Serumproben sollten möglichst früh in der Akutphase gesammelt und asserviert werden, um eine Serokonversion für SARS-CoV-2 mittels Paarung mit Konvaleszentenserum überprüfen zu können. Es wird auf derzeit nicht auszuschließende serologische Kreuzreaktivitäten von SARS-CoV-2 mit anderen Betacoronaviren hingewiesen.

Konsiliarlabor für Coronaviren

Prof. Dr. C. Drosten (Leiter)
Dr. Victor M. Corman (Stellv. Leiter)
Institut für Virologie
Campus Charité Mitte
Charité Universitätsmedizin Berlin

Adresse für Probeneinsendungen:
Labor Berlin – Charité Vivantes GmbH
Sylter Staße 2
13353 Berlin

Einsendeschein:

Formular auf der Homepage des Konsiliarlabors (PDF-Datei)

Kontakt:
Tel.: 030 450 525 092
Rufbereitschaft: 0151 422 304 47
Telefax: 030 450 525 907
E-Mail: christian.drosten[at]charite.de
victor.corman[at]charite.de

Homepage:
https://virologie-ccm.charite.de/diagnostik/konsiliarlaboratorium_fuer_coronaviren/

Gesellschaft für Virologie

Die Gesellschaft für Virologie listet eine Reihe von universitären und öffentlichen Laboratorien in verschiedenen Bundesländern als weitere Ansprechpartner zu Fragen der SARS-CoV-2-Diagnostik auf.

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FAQ zur COVID-19 Pandemie https://www.dvta-berlin.de/faq-zur-covid-19-pandemie https://www.dvta-berlin.de/faq-zur-covid-19-pandemie#respond Fri, 20 Mar 2020 16:00:00 +0000 https://www.dvta-berlin.de/?p=1112

FAQ zur COVID-19 Pandemie

Stand: 20.März 2020
Quelle: Robert-Koch-Institut

SARS-CoV-2 = offizielle Bezeichnung des neuartigen Coronavirus

COVID-19 = offizielle Bezeichnung der Erkrankung durch das neuartige Coronavirus

Zum Steckbrief des Erregers

Die Vorbereitungen auf eine weitere Verbreitung in Deutschland sollten auf allen Ebenen intensiviert werden:

Kliniken, niedergelassene Ärzte

  • Pandemiepläne überprüfen
  • organisatorische Abläufe vorbereiten
  • Orientierung bieten hier die Influenza-Pandemiepläne, die es auf allen Ebenen geben sollte, und die Planungshilfen und Maßnahmenoptionen in der Ergänzung zum Nationalen Pandemieplan – COVID-19.

Labore

  • SARS-CoV-2 auch in die Differentialdiagnostik mit einbeziehen
  • Das RKI untersucht im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Influenza Proben von Patienten mit Grippesymptomen ebenfalls auf SARS-CoV-2.

Bürger

Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen die Hust- und Niesregeln, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Auch aufs Händeschütteln sollte verzichtet werden. Generell sollten Menschen, die Atemwegssymptome haben, zu Hause bleiben. 

Informationen zum Krankheitsverlauf, betroffenen Altersgruppen und zu Risikogruppen sind im Steckbrief zu COVID-19 abrufbar, Abschnitt „2. Krankheitsverlauf und demografische Einflüsse“.

Siehe auch Hilfestellung für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf und Prävention und Management von Erkrankungen in Alten- Und Pflegeheimen.

Bisherigen Daten zufolge ist die Symptomatik von COVID-19 bei Kindern deutlich geringer ausgeprägt ist als bei Erwachsenen. Zum tatsächlichen Beitrag von Kindern und Jugendlichen an der Transmission in der Bevölkerung liegen keine Daten vor. Aufgrund der hohen Kontagiosität des Virus und dem engen Kontakt zwischen Kindern und Jugendlichen untereinander erscheint es jedoch plausibel, dass Transmissionen stattfinden.

Schwangere scheinen der WHO und deren Daten aus China zufolge kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben. Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass COVID-19 auf das Kind im Mutterleib übertragbar ist. Eine Übertragung auf das neugeborene Kind ist über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich, bisher gibt es jedoch keine Nachweise von SARS-CoV-2 in der Muttermilch. Die Datenlage ist derzeit aber noch nicht ausreichend, um diese und andere Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten.

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung, der vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus  schützt. Weltweit wird intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Wann ein Impfstoff zum Schutz vor COVID-19 verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht zu sagen.

Während der aktuellen COVID-19-Pandemie wird das Gesundheitssystem stark belastet. Es ist daher wichtig, einen möglichst guten allgemeinen Gesundheitszustand in der Bevölkerung zu erhalten, damit möglichst wenig zusätzliche ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss. Ein umfassender Impfschutz gemäß der aktuellen STIKO Empfehlungen kann dazu beitragen. Es ist daher sinnvoll den Impfstatus zu überprüfen und ggf. versäumte Impfungen nachzuholen. Dies gilt besonders für Impfungen, die vor Infektionen der Atmungsorgane schützen, sowie allgemein für vulnerable Personengruppen (siehe auch „Was bringt die Pneumokokken-Impfung in der aktuellen COVID-19-Pandemie?“).

Bei Arztkontakten zur Inanspruchnahme dieser empfohlenen Impfungen sollte vorher telefonisch geklärt werden, dass der Praxisbesuch ohne Kontakt zu Patienten mit Symptomen eines respiratorischen Infekts stattfinden kann und ob Impfstoff verfügbar ist.

Die Pneumokokken-Impfung schützt nicht vor COVID-19. Allerdings können Pneumokokken-Infektionen zu schweren Lungenentzündungen und Sepsis führen und die Versorgung der Patienten auf einer Intensivstation ggf. mit Beatmung erfordern. Dies gilt es gerade bei einem ohnehin schon über die Maßen belasteten Gesundheitssystem zu vermeiden. Die STIKO empfiehlt – unabhängig von der COVID-19-Pandemie – für alle Personen, die ein erhöhtes Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen haben, eine entsprechende Impfung. Es ist zudem plausibel, dass die Pneumokokken-Impfung eine bakterielle Superinfektion durch Pneumokokken bei Patienten mit COVID-19 verhindern kann. Bei Influenza-Erkrankungen sind bakterielle Superinfektionen durch Pneumokokken eine bekannte Komplikation. Die aktuelle Datenlage ist jedoch unzureichend um einzuschätzen, wie häufig solche Superinfektionen bei COVID-19 Patienten vorkommen.

Aktuell sind Pneumokokken-Impfstoffe in Deutschland nur sehr eingeschränkt verfügbar. Daher sollten zurzeit prioritär Personen geimpft werden, die ein besonders hohes Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen haben.

Prioritär geimpft werden sollen:
– Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von 2 Jahren mit Prevenar 13 oder Synflorix
– Personen mit Immundefizienz, Senioren ab 70 Jahren und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma oder COPD) mit Pneumovax 23

Bei Arztkontakten zur Inanspruchnahme von Impfungen sollte vorher telefonisch geklärt werden, dass der Praxisbesuch ohne Kontakt zu Patienten mit Symptomen eines respiratorischen Infekts stattfinden kann und ob Impfstoffe verfügbar sind.

 

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen zu identifizieren und – je nach individuellem Infektionsrisiko – ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) zu beobachten, wenn geboten auch in häuslicher Quarantäne. Das RKI gibt Empfehlungen zum Management von Kontaktpersonen, die durch das zuständige Gesundheitsamt unter Berücksichtigung der angestrebten Schutzziele an die Situation vor Ort angepasst werden können.

Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall das konkrete Vorgehen für Kontaktpersonen fest. Zu den Empfehlungen des Gesundheitsamtes kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche, etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich (übliche Waschverfahren) gewaschen werden. Es ist wichtig, die Husten- und Niesregeln einzuhalten. Für Sekrete aus den Atemwegen empfiehlt sich die Verwendung von Einwegtüchern.

Angehörige können die Kontaktperson im Alltag z.B. durch Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden. Auch können sie helfen, indem sie für gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume sorgen und auf regelmäßige Händehygiene achten. Kontaktoberflächen wie Tisch oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

 

Wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat:

  • wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. Ein wirklich enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.
  • immer, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.

Nicht in Quarantäne muss man, wenn man

  • innerhalb der letzten zwei Wochen im gleichen Raum mit einem Erkrankten mit einer COVID-19 Diagnose war, ohne einen engen Kontakt,
  • in einem Gebiet mit steigenden Fallzahlen von COVID-19 war,

da dann ein geringeres Risiko besteht, sich angesteckt zu haben.

Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet (Krankenhaus, Altenpflege etc.), sollte aber in jedem Fall seinen Betriebsarzt informieren. Und für alle gilt: tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen. Falls Zeichen eines Atemwegsinfekts auftreten: siehe „Soll man bei einer Atemwegserkrankung einen Test veranlassen, auch wenn es nur leichte Symptome sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?

Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken. Im Fall von Krankheitszeichen einer Atemwegserkrankung sollte man sich jedoch testen lassen (siehe „Soll man bei einer Atemwegserkrankung einen Test veranlassen, auch wenn es nur leichte Symptome sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?“).

Ja, wenn:

  • man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19 Diagnose gestellt wurde
  • man in einem Gebiet war, in dem es bereits zu vielen COVID-19 Erkrankungen gekommen ist
  • eine Vorerkrankung besteht oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.)
  • wenn man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.

Eine Labordiagnose sollte nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden zur Klärung der Ursache. Wenn man gesund ist, sagt ein Test auf COVID-19 nichts darüber aus, ob man krank werden kann. Zudem würden damit die Testkapazitäten unnötig belastet.

Das RKI hat eine Falldefinition und ein Flussschema erstellt, die umfangreiche Hilfestellung geben, bei welchen Patienten eine Laboruntersuchung auf das neuartige Coronavirus durchgeführt werden sollte.

Eine Laboruntersuchung auf SARS-CoV-2 ist dann angezeigt, wenn es sich bei den Betroffenen um begründete COVID-19-Verdachtsfälle handelt, d.h. sie Krankheitszeichen haben und innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten und/oder sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet/einem besonders betroffenen Gebiet in Deutschland aufgehalten haben. Darüber hinaus sollte ein Test auch bei Patienten in Erwägung gezogen werden, die Krankheitszeichen haben und sich in den letzten 14 Tagen in Regionen aufgehalten haben, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber noch nicht als Risikogebiete/besonders betroffene Gebiete gelten, sowie generell bei Patienten mit Hinweis auf eine virale Pneumonie ohne Alternativdiagnose. 

Tests bei asymptomatischen Personen werden nicht empfohlen.

Für die Feststellung einer akuten Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist der direkte Erregernachweis ausschlaggebend. Das Virusgenom wird über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen (real-time PCR).  Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Von Probenentnahme bis Ergebnismitteilung vergehen in der Regel 24 bis 48 Stunden.

In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen besonders als Probenmaterial geeignet (Rachenabstriche bzw.Nasopharyngealabstriche). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z. B. Sputumproben) zur Untersuchung genutzt werden. Weitere Informationen zur Testung finden Sie hier. Der Nachweis von SARS-CoV-2 im Stuhl kann u.U.auch noch längere Zeit nach Beginn der Symptome erfolgen, sagt aber allein nichts darüber aus, wie ansteckend ein Patient ist.

Zur Ergänzung der molekularen Diagnostik sollte bei schweren Krankheitsverläufen auch eine radiologische/bildgebende Diagnostik erfolgen.

Für Forschungszwecke spielt die Virusanzucht in Zellkultursystemen eine große Rolle. Sie setzt sowohl eine besondere Expertise als auch dafür ausgelegte Labore voraus (in Deutschland ein Labor der Sicherheitsstufe 3).

Ein Test auf SARS-CoV-2 spezifische Antikörper im Blut/Serum kann für epidemiologische Fragestellungen sinnvoll sein. Aktuell sind diese Tests noch in der Entwicklung bzw. Zulassungsphase, sie stehen noch nicht zur Verfügung. Unabhängig davon spielen sie für die Akutdiagnostik keine Rolle, da zwischen Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit spezifischer Antikörpern ca. 7 Tage vergehen (in Einzelfällen auch mehr).

Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer, auch bei den meisten in China berichteten Fällen war der Krankheitsverlauf mild. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes (z.B.Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, ggf. Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Alternativ-/Begleitinfektionen) sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen. Eine spezifische, d.h. gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie steht derzeit noch nicht zur Verfügung.

Das RKI hat Empfehlungen für die Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung von Patienten mit einer Infektionen durch SARS-CoV-2 erstellt.

Grundsätzlich sollten bereits bei begründetem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung geeignete Präventions- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden, um die nosokomiale Verbreitung des Erregers zu verhindern. Für die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen ist eine Risikobewertung durchzuführen, die verschiedene Aspekte, z.B. die Übertragungsmechanismen, Virulenz/Pathogenität des Erregers, epidemisches Potential und Therapierbarkeit, berücksichtigt.

Bei Erregern von akuten respiratorischen Infektionen, z.B. Influenzaviren oder RSV, sind zusätzlich zur Basishygiene weitere Maßnahmen erforderlich, um eine Übertragung durch Tröpfchen zu unterbinden.

Diese zusätzlichen Maßnahmen beinhalten gemäß KRINKO-Empfehlung:

  • Unterbringung des Patienten in einem Einzelzimmer möglichst mit eigener Nasszelle, ggf. Kohortenisolierung
  • Verwendung einer persönlichen Schutzausrüstung beim Personal, bestehend aus Schutzkittel, Einmalhandschuhen und direkt anliegendem mehrlagigem Mund-Nasen-Schutz sowie ggf. einer Schutzbrille, beim Betreten des Patientenzimmers
  • Darüber hinaus sollte gemäß TRBA 250 der BAUA bei Tätigkeiten, die direkt am Patienten oder in dessen Nähe ausgeführt werden, der Patient ebenfalls einen Mund-Nasen-Schutz tragen, insbesondere wenn die Beschäftigten dabei Hustenstößen der Patienten ausgesetzt sein können. Sollte der Patient keinen Mund-Nasen-Schutz anlegen können oder möchten, empfiehlt es sich bei patientennahen Tätigkeiten, dass das Personal zu seinem eigenen Schutz eine FFP2-Maske trägt. Die Maßnahmen sollten nach der Feststellung des jeweiligen Erregers an die spezifischen Anforderungen angepasst werden.

Bitte beachten Sie:

  • Das Tragen von Atemschutzmasken, Einmalkitteln, Schutzbrillen und Einmalhandschuhen ist Teil des Arbeitsschutzes. Hier ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)zuständig.
  • Das RKI stellt keine persönliche Schutzausrüstung her und kann auch nicht bei der Beschaffung unterstützen. Aus Neutralitätsgründen können wir auch keine Kooperationen mit Herstellern jeglicher Art eingehen. Bei Fragen zu der Verwendbarkeit, der Haltbarkeit und der Aufbereitung von Medizinprodukten und Gegenständen der persönlichen Schutzausrüstung kann der jeweilige Hersteller Auskunft geben. Zur Frage der Beschaffung von Schutzausrüstung sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einer Pressekonferenz am 4.3.2020, dass der Krisenstab von BMG und BMI beschlossen habe, den Export von medizinischer Schutzkleidung so lange zu stoppen, wie der Bedarf im Gesundheitswesen hierzulande nicht gedeckt sei. Außerdem habe das BMG beschlossen, Schutzkleidung auch zentral für Ärzte, Krankenhäuser und die Behörden des Bundes und bei Bedarf auch der Länder zu beschaffen.  Länder, Krankenhäuser und Arztpraxen sollten jedoch auch weiterhin selbst Schutzkleidung kaufen und beschaffen, betonte der Minister (den Link zum Pressestatement finden Sie hier)

 

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich “begrenzt viruzid” (wirksam gegen behüllte Viren), “begrenzt viruzid PLUS” oder “viruzid” anzuwenden. Informationen zur Desinfektion bei Viren sind in der entsprechenden Stellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim RKI enthalten. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

Das DIMDI hat COVID-19 mit der Bezeichnung “Coronavirus-Krankheit-2019” und dem Schlüssel “U07.1!” am 13.02.2020 in die deutschsprachige Ausgabe des ICD-10 (ICD-10-GM; German Modification) aufgenommen. Außerdem erfolgte eine entsprechende Ergänzung für die Todesursachenkodierung in der deutschsprachigen Ausgabe des ICD-10-WHO.

Dies ermöglicht ab sofort die ICD-10-konforme spezifische Kodierung entsprechender Fälle. Der Schlüssel U07.1! ist in der ICD-10-GM als sekundärer Kode (Ausrufezeichenschlüsselnummer) angelegt und muss ergänzend zu einem Primärkode verwendet werden. Für die ICD-10-WHO ist der Kode U07.1 mit identischem Inhalt als Primärkode umgesetzt. Weitere Informationen zur ICD-Codierung sind auf der Website des DIMDI abrufbar. 

In der allgemeinen Bevölkerung sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern respiratorischer Infektionen eine gute HändehygieneEinhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten (ca. 1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen.

Wenn sich eine an einer akuten respiratorischen Infektion erkrankte Person im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (z.B. eines chirurgischen Mundschutzes) durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern (Fremdschutz). Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass der Mund-Nasen-Schutz korrekt sitzt (d.h. eng anliegend getragen wird), bei Durchfeuchtung gewechselt wird, und dass während des Tragens keine (auch keine unbewussten) Manipulationen daran vorgenommen werden.

Hingegen gibt es keine hinreichende Evidenz dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, signifikant verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können.

Davon unbenommen sind die Empfehlungen zum Tragen von Atemschutzmasken durch das medizinische Personal im Sinne des Arbeitsschutzes.(siehe „Welche Hygienemaßnahmen sollten in medizinischen Einrichtungen bei der Pflege und Behandlung von Patienten mit unspezifischen akuten respiratorischen Infektionen getroffen werden?“)

Bei Coronaviren, die respiratorische Erkrankungen verursachen können, erfolgt die Übertragung primär über Sekrete des Respirationstraktes. Gelangen diese infektiösen Sekrete an die Hände, die dann beispielsweise das Gesicht berühren, ist es möglich, dass auch auf diese Weise eine Übertragung stattfindet. Deshalb ist eine gute Händehygiene wichtiger Teil der Prävention. Generell gilt: Die Übertragungsmöglichkeiten über Oberflächen hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Thema finden unter experimentellen Bedingungen statt und können nicht das realistische Übertragungsrisiko im Alltag widerspiegeln.  

Fragen zu Übertragungsrisiken durch Lebensmittel und Gegenstände beantwortet das Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), für das Thema Arbeitsschutz ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verantwortlich. Das RKI hat keine Aufgaben in dem Bereich.

Die Ärztin oder der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Coronavirus-Meldepflichtverordnung melden. Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden. Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt spätestens innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Dabei müssen auch Name, Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person dem Gesundheitsamt gemeldet werden, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren kann und die notwendigen Maßnahmen (z.B. Isolierung des Patienten, Ermittlung von Kontaktpersonen) einleiten kann.

Darüber hinaus werden die Informationen zu dem Fall im Gesundheitsamt erfasst und nichtnamentlich (also u.a. ohne Name, Adresse und Kontaktangaben) an die zuständigen Landesbehörden und von dort an das RKI übermittelt. Das RKI wertet generell die bundesweiten Daten zu Infektionskrankheiten aus und veröffentlicht sie z.B. im Epidemiologischen Bulletin und in SurvStat@RKI. Zu COVID-19-Fällen informiert das RKI aktuell auch unter www.rki.de/covid-19.

Das RKI arbeitet eng mit verschiedenen Behörden und Einrichtungen zusammen – auf internationaler und nationaler Ebene – erfasst kontinuierlich die Lage, und bewertet alle Informationen. 
Entsprechend gibt das Institut Empfehlungen für die Fachöffentlichkeit, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, um die Gesundheit zu schützen und das Auftreten von Erkrankungsfällen bzw. die Weiterverbreitung der Erkrankung zu verhindern bzw. herauszuzögern. 
Alle Informationen und Dokumente sind unter www.rki.de/covid-19 abrufbar. Sie werden kontinuierlich an die Lage angepasst. 

Die aktuelle Risikobewertung finden sie hier.

Im Rahmen der Influenza-Surveillance werden im RKI seit dem 24.2.2020 Proben von Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen, die von Praxen der Arbeitsgemeinschaft Influenza eingesandt werden, zusätzlich auch auf SARS-CoV-2 untersucht, um eine Zirkulation von SARS-CoV-2 frühzeitig zu erkennen und zu überwachen  

Der WHO-Generaldirektor hat am 11.03.2020 die Situation zu Erkrankungen mit den neuartigen Coronaviren (COVID-19) zu einer Pandemie erklärt (siehe Mitteilung der WHO vom 11.3.2020).

Die Erklärung der Pandemie hat keine direkten Auswirkungen auf die Vorbereitungen und Maßnahmen in Deutschland. Deutschland hat die die Situation von Anfang an sehr ernst genommen hat und auch die Maßnahmen, die von der WHO nun nochmals betont werden, früh selbst umgesetzt. Diese sind:

  • Die Bevölkerung über die Risiken der Erkrankung informieren
  • Die Bevölkerung darüber informieren, wie sich jeder einzelne schützen kann und alle auffordern, dies auch zu tun
  • Möglichst jeden Fall finden, zu isolieren, testen und behandeln sowie möglichst alle Kontaktpersonen finden, um eine Weiterverbreitung zu verhindern
  • die Krankenhäuser auf die zu erwartende besondere Situation vorbereiten
  • medizinisches Personal vorbereiten und vor Infektionen schützen
  • sich gegenseitig helfen und umeinander kümmern.

 Die WHO hatte den Ausbruch bereits am 30.1.2020 zur “Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite” (Public Health Emergency of International Concern, PHEIC) erklärt und Empfehlungen zur Eindämmung und Kontrolle des Ausbruchsgeschehens ausgesprochen.

Es gibt immer die Möglichkeit, dass Viren sich genetisch verändern. Mutationen verändern aber nicht automatisch die Eigenschaften des Virus. 

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